Die Archive im Einzelnen - Freiburg EAF

Das Erzbischöfliche Archiv in Freiburg

Das Erzbischöfliche Archiv Freiburg (EAF) ist das historische Gedächtnis der Erzdiözese. Beinahe alles, womit sich das Erzbischöfliche Ordinariat und seine nachgeordneten Stellen in ihrer mehr als 175 Jahre währenden Geschichte befasst haben, hat seinen Niederschlag im Archiv gefunden. Aufgabe des Archivs und seiner Mitarbeiter ist es, diese Unterlagen durch fachgerechte Erschließung aufzubereiten, für ihre sachgerechte Aufbewahrung zu sorgen und sie interessierten Nutzern ... zugänglich zu machen.

Zugleich sorgt das Archiv für eine aussagekräftige Dokumentation der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit, um so das heutige Handeln der Kirche nachvollziehbar und transparent zu machen.

Schließlich ist das Archiv – zusammen mit der Registratur – für sämtliche Fragen der Schriftgutverwaltung im Erzb. Ordinariat zuständig und berät – und beaufsichtigt – die über 1.200 Pfarr-, Dekanats- und sonstigen kirchlichen Archive der Erzdiözese. Seine Bestände umfassen historisch den Zeitraum vom ausgehenden Mittelalter bis heute, räumlich im wesentlichen das Gebiet des heutigen Erzbistums Freiburg und des Bistums Konstanz (www.ordinariat-freiburg.de/14.0.html)

Die Bestände des Erzbischöflichen Archivs Freiburg (EAF) sind wie folgt geordnet (schematische Bestandsübersicht):

A. Alte Bistümer bis 1827

B. Erzbistum Freiburg (1827 bis 1944)

C. Bildungseinrichtungen

D. Deposita

E. Kanonisationsverfahren

F. Filme

H. Handschriften

K. Kirchenbucharchiv

M. Münsterarchiv (Freiburg)

N. Nachlässe

O. Orden und Klöster

P. Pfarrarchive

R. Rechnungsarchiv

S. Sammlungen

U. Urkunden

Z. Überdiözesane Zentralen und Stellen

Von den vorgenannten Beständen ist für die familiengeschichtliche Forschung das Kirchenbucharchiv (K.) von besonderer Bedeutung. Die auf Mikrofilmen (Rollfilmen) gespeicherten Kirchenbuchbestände stellen das Ausgangsmaterial für alle genealogischen Fragestellungen dar. Aus den verfilmten Tauf-, Ehe- und Sterbebüchern sowie weiteren kirchlichen Quellenmaterialien (z.B. Firmbücher, Familienbücher) können Informationen gewonnen werden, die für jede Form von Familienforschung unverzichtbar sind.

Die Fähigkeit, die „deutsche Kurrentschrift“ lesen und interpretieren zu können, ist – wie bei jeder Archivarbeit – die unabdingbare Voraussetzung für den Gebrauch dieser Quellen. Das oben eingefügte Beispiel eines Taufeintrags aus dem Jahr 1820 stellt noch keine besondere Herausforderung an diese Fähigkeit dar; die Schriftprobe zeigt eine vergleichsweise gut leserliche Handschrift. Schon einige Jahrzehnte davor, ist das Lesen und Verstehen der Eintragungen in den Kirchenbüchern oft nur noch erfahrenen Forschern möglich.

Die deutsche „Sütterlin-Schrift“ wurde ab 1915 in Preußen eingeführt; sie begann in den 1920er Jahren die „deutsche Kurrentschrift“ abzulösen.