Altglashütten

 

Auszug aus:

„Beiträge zur Statistik der inneren Verwaltung des Großherzogthums Baden", Ministerium des Inneren (Hrsg.), Carlsruhe, 1855 (nach der Bevölkerungsaufnahme vom Dezember 1852); Seekreis - Bezirksamt Neustadt, S. 29 ff.:

Gemeinde

Zahl der Familien

Zahl der Personen, davon

männlich

weiblich

gesamt

Altglashütten (mit Sägmühle)

49

71

110

181

Summa

49

71

110

181

Auszug (ohne Quellenangaben in Fußnoten) aus:

„Die Gemeinden der Amtsbezirke Donaueschingen und Neustadt in historischer Darstellung", Heizmann, Ludwig (Hrsg.), München, 1933, S. 61 (Auszug):

Altglashütten

Bevölkerung

Einwohner

1825

1875

1900

1925

190

229

174

223

Ortsname

„Ältere Glashütte, im Gegensatz zu Neuglashütten, wo die Glasindustrie erst später aufkam.

Geographisches

Höhenlage 991 Meter über dem Normalpunkt, Dorf in einem Seitentälchen, südöstlich vom Titisee (unfern des Windgfäll-Weiher), an der Straße Titisee-St. Blasien-Feldberg, Bahnstation an der Strecke Titisee-Seebrugg.

Ortsgeschichte

Der Ort ist eine Glasindustrie-Siedlung von 1669. Die Glasindustrie wurde schon 1630 im Knobelwalde bei Neukirch gepflegt. In Altrotwasser auf dem Gebiete der Pfarrei Saig siedelte sich 1669 an, aus welcher Siedelung der Ort Altglashütten erwuchs. Altglashütten war fürstenbergisch bis 1803 beim Übergang an das Kurhaus Baden. Es sind noch einige Bauernhäuser in alter Schwarzwälderbauart hier. Ein Bauernhaus von 1777 ist mit Ansicht und Grundriß aufgenommen in Koßmann: „Die Bauernhäuser im badischen Schwarzwald", Berlin, 1894, Bd. 2, Figur 12.

Kirchliches

Altglashütten gehörte von der Siedlung an in die Pfarrei Saig. 1757 wurde eine Kapelle errichtet. Der Ort erhielt 1799 eine Kaplanei. Ein Johann Morath stiftete dazu 3000 fl. Durch diese hochherzige Stiftung war es ermöglicht, daß ein eigener Geistlicher angestellt werden konnte. Pfarrei und Pfarrpfründe wurden 1818 errichtet. Die St. Wendelinus-Pfarrkirche ist 1900 erbaut. Das alte Chor ist gotisch, das neuere Langhaus romanisch, liegt auf einer Anhöhe, trocken. Der Größenraum beträgt 32 x 8,50 x 5,50 Meter. Das Patronat hat der Fürst von Fürstenberg. 1830 wurde die romanische Gottesackerkapelle, 15 Quadratmeter ohne Patron und ohne Celebration erbaut. Sie gehört der Kirchengemeinde, welche auch die Baupflicht hat. 1859 wurde die erste Mission in Altglashütten durch Jesuiten abgehalten. 1901 übernahmen die St. Franziskusschwestern von Gengenbach die Krankenpflege im ganzen Kirchspiel Altglashütten-Bärental-Falkau. Beim Feldbergerhof ist eine Kapelle ohne Patron cum venia celebrandi (mit Erlaubnis zur Abhaltung von hl. Messen)."

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