Bachheim

 

Auszug aus:

„Beiträge zur Statistik der inneren Verwaltung des Großherzogthums Baden", Ministerium des Inneren (Hrsg.), Carlsruhe, 1855 (nach der Bevölkerungsaufnahme vom Dezember 1852); Seekreis - Bezirksamt Donaueschingen, S. 18 ff.:

Gemeinde

Zahl der Familien

Zahl der Personen, davon

männlich

weiblich

gesamt

Bachheim

67

152

180

332

Summa

67

152

180

332

Auszug (ohne Quellenangaben in Fußnoten) aus:

„Die Gemeinden der Amtsbezirke Donaueschingen und Neustadt in historischer Darstellung", Heizmann, Ludwig (Hrsg.), München, 1933, S. 8:

Bachheim

Bevölkerung

Anzahl Einwohner

1825

1875

1900

1925

269

304

277

316

Ortsname

„Heim am Bache"

Geographisches

„737 Meter, Dorf im Tale des Tränkebaches, welcher sich an der Burghalde bei Neuenburg in die Gauchach ergießt, Bahnstation, Arzt und Apotheke Löffingen, 1,2 km. Gemarkung: Größe im ganzen 704 Hektar, Eigentumsgrundstücke 1269; Wohngebäude 63; landwirtschaftliche Betriebe: 61; aufgeteilte Allmende 52 Hektar ... Die Flurnamen ´Am Heerweg, Hertweg, Hertgasse, Heidengrebel (1507) beweisen, daß die Römerstraße durch diese Gegend zog, Villingen - Neustadt durchs Höllental.

Ortsgeschichte

Bachheim ist erstmals urkundlich 838 als ´in papo Perptholdespara in villa, quod dicitur Pachheim´ - im Gau Bertholdsbaar im Dorfe genannt ... Graf Arnulf schenkte der Urkirche der Baar, der Kirche des hl. Martin in Löffingen, sein Eigentum in Bachheim in der Bertholdsbaar ... September 1524 hatten sich die schellenbergischen Dörfer Bachheim und Mundelfingen dem am 23. Juni 1524 ausgebrochenen Aufstand der Lupfischen Bauern in Stühlingen angeschlossen. Sie erhielten bald einen großen Zustrom von Bauern aus der Baar. Die Herrschaft Bachheim-Neuenburg wurde 1783 durch Fürstenberg von der Freifrau von Neuenstein erkauft, welche sie im selben Jahre von den letzten Freiherren von Schellenberg an sicht gebracht hatte. Bachheim war bis 1806 fürstenbergische, kam dann an Baden.

Kirchliches

In einer Urkunde des Gegenpapstes Calixt III. vom 26. Juni 1173 ist als dritte St. Blasien gehörende Kirche jene zu Bachheim genannt. 1275 gehörte sie zum Dekanat Pfohren, zwischen 1360 - 70 zum Dekanat Löffingen. 1471 wurde Nicolaus Birkendorff auf die freie Pfründe der Pfarrkirche ´Bachem´ durch den Abt Christopherus von St. Blasien präsentiert. Durch die Wirren des 30jährigen Krieges wurden die Einkünfte unzulänglich. Bachheim wurde nun als Filiale Löffingen einverleibt. 1816 wurde das Filialverhältnis gelöst. Am 25. Juli 1816 wurde die Errichtung der Pfarrcuratie oder Lokalkaplanei Bachheim verfügt, wofür ein 1802 festgesetztes und 1807 freigewordenes Vermächtnis des Wirtes Anton Vogt in Reiselfingen vorhanden war. Diesem Grundstocke fügte man 1817 noch den Ertrag der abgebrannten Kapelle von Neuenburg bei. Am 2. Oktober 1817 die kanonische Errichtung der neuen Pfarrpfründe. Patron ist der Fürst von Fürstenberg. Die Pfarrkirche ist 1790 zu Ehren des Apostelfürsten Petrus erbaut, 1885 und 1908 restauriert, 18 x 8,23 x 6,10 Meter, stillos, erhöht gelegen (15 Stf.). Der Gottesacker ist 0,5 km entfernt. Das Pfarrhaus ist 1816 erbaut, 1904 restauriert, auf der Anhöhe bei der Kirche gelegen."

LEO-BW

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