Faulenfürst

 

 

Faulenfürst

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Auszug (ohne Quellenangaben in Fußnoten) aus:

„Die Gemeinden der Amtsbezirke Donaueschingen und Neustadt in historischer Darstellung", Heizmann, Ludwig (Hrsg.), München, 1933, S. 69 f.:

Faulenfürst

Bevölkerungsbewegung:

Anzahl Einwohner

1825

1875

1900

1925

114

133

128

108

Ortsname

Zu ahd. Fûl, faul, verwittert, zerbröckelt, und zu first, summitas montis = Spitze, Kulm des Berges, Bezeichnung der Lage des Ortes im Gegensatz zu Hochfirst. Schreibweise: Fulenvirst, 1285; Fulenfirst, 1351.

Geographisches

1016 Meter, Dorf F., Weiler Seebruck, Bahnstation Altglashütten-Falkau.

Gemarkung: Größe im ganzen 599 Hektar; davon sind Ackerfeld 78 Hektar, Wiesen 67 Hektar, Wald 281 Hektar. Eigentumsgrundstücke sind es 226, Wohngebäude 19, landwirtschaftliche Betriebe im ganzen 17; davon haben eine Fläche von unter 2 Hektar 2, 2 bis unter 10 Hektar 7, 10 bis unter 20 Hektar 7.

Wirtschaftliches

Landwirtschaft, Waldarbeit, 1 selbständiger Kaufmann, 1 Gasthaus.

Ortsgeschichte

Faulenfürst ist erstmals 1285 als ´Fulenvirst´ urkundlich erwähnt. Schon 1285 besaß das Kloster St. Blasien in Faulenfürst ein Gut. Graf Mangold von Nellenburg hatte die Advokatie über dasselbe. 1285 versetzte er das Vogteirecht an das Kloster Allerheiligen. Das Faulenfürst selbst gehörte dem Ritter Roth von Grafenhausen. Egbrecht Roth verkaufte den Ort Grafenhausen an den Abt Jakob von St. Blasien, behielt sich aber als seinen Erben Faulenfürst 1341 vor. Die Brüder Egbrecht und Friedrich Roth schlossen mit Abt Heinrich von St. Blasien einen Vertrag, ihm Faulenfürst käuflich zu überlassen, wenn er für sie eine Schuld von 24 Mark Silber an Otto von Krotzingen bezahle 1373. Somit wurde Faulenfürst ein Besitztum des Klosters St. Blasien, welches darin 9 Lehen, 2 Häuser und eine Bündte hatte. Faulenfürst gehörte zum Schulverband Dürrenbühl.

Kirchliches

Faulenfürst ist Filiale zu Schluchsee.