Hubertshofen

 

Auszug aus:

„Beiträge zur Statistik der inneren Verwaltung des Großherzogthums Baden", Ministerium des Inneren (Hrsg.), Carlsruhe, 1855 (nach der Bevölkerungsaufnahme vom Dezember 1852); Seekreis - Bezirksamt Donaueschingen, S. 18 ff.:

Gemeinde

Zahl der Familien

Zahl der Personen, davon

männlich

weiblich

gesamt

Hubertshofen

53

116

136

252

Badmühle

1

4

2

6

Walterhäusle

1

1

3

4

Summa

55

121

141

262

Auszug (ohne Quellenangaben in Fußnoten) aus:

„Die Gemeinden der Amtsbezirke Donaueschingen und Neustadt in historischer Darstellung", Heizmann, Ludwig (Hrsg.), München, 1933, S. 61:

Hubertshofen

Bevölkerung

Anzahl Einwohner

1825

1875

1900

1925

223

260

216

232

Ortsname

Hofen des Humbrecht. 1352 hat ein Bräunlinger Bürger Hubert einen Hof in der Wildnis gegründet. Durch Ansiedlungen entstand das Dorf Hubertshofen. Um den einen Hof wurden später noch mehrere Höfe gebaut. So bildete sich die Mehrzahl „Hubertshöfe", was dann in „Hubertshofen" umgewandelt wurde.

Schreibweise: Humbrechtshoven 1440; Hubertschhoven 1477; Hubertshoffen 1563.

Geographisches

818 Meter, Dorf auf dem Höhenzuge rechts der Breg, 10 km v.d. Amtsstadt. Zum Dorfe gehört noch ein Haus (Waltershäusle) 1,3 km, Post und Bahnstation Wolterdingen 3,3 km, Arzt und Apotheke Donaueschingen 97, km.

Gemarkung: Größe im ganzen 658 Hektar, Eigentumsgrundstücke 409, Wohngebäude 48, landwirtschaftliche Betriebe 41, aufgeteilte Allmende 33 Hektar.

Wirtschaftliches

(St. v. 16.6.25): Land- und Forstwirtschaft; Gewerbe: zwei selbst. Handwerksmeister.

Ortsgeschichte

Der Ort ist erstmals urkundlich 1440 als „Humbrachtzhoven" erwähnt. H. gehörte zur Landgrafschaft Breisgau (Gebiet der Stadt Bräunlingen), wurde 1805 württembergisch, 1806 badisch. Das Schulhaus wurde 1878 erbaut, 1902 umgebaut.

In der Nähe des Ortes sind alemannische Grabstätten auf dem sog. „Judenacker". Westlich von Hubertshofen befinden sich im „Donaueschinger Oberholz" alte prähistorische Befestigungen. Es ist wie ein Steinwall aus regellos über einander gehäuften unbehauenen Sandsteien. Teilweise liegen die Steine bloß, teilweise sind sie mit einer Erdschicht bedeckt. Das Ganze ist ca. 1200 Meter weit zu verfolgen. Etwa 500 Meter weit ist der Steinwall doppelt. Die innere Parallele ist etwas höher als die äußere und ca. siebeneinhalb Meter von dieser entfernt. Im Ackerfeld bei Mistelbrunn wurde 1846 ein 18 Zentimeter langes Broncebeil aufgefunden.

Kirchliches

Das erste Kirchlein, dessen Entstehen unbekannt ist, gehörte zu Bräunlingen. Die Hälfte des Dörfleins H. aber war nach Donaueschingen eingepfarrt, dessen großer Gemeindewald Oberholz dort anstößt. Jedoch scheint der Pfarrer von Bräunlingen gegen Überlassung eines Teils des Zehnten seit alter Zeit die Seelsorge an diesem Teile mitbesorgt zuhaben. Zur Erreichung einer besseren und bequemeren Seelsorge wude 1720 ganz Hubertshofen an Bräunlingen zugewiesen. 1809 wurde das Filialverhältnis mit Bräunlingen gelöst und in H. eine Pfarrpfründe errichtet. Als ersten Pfarrer erhielt H. den Remigiuskaplan in Bräunlingen. Mistelbrunn und Unterbränd kamen jetzt als Filiale zu Hubertshofen.

Die jetzige romanische Pfarrkirche ist im 17. oder 18. Jahrhundert erbaut, 1886 vergrößert. 23 x 8,50 x 7,90 Meter, eben gelegen. Der Gottesacker ist bei der Kirche. Das Pfarrhaus ist 1810 erbaut, bei der Kirche, eben gelegen.

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